Jahresrückblick 2016

Ob ein Jahr gut oder schlecht war, wird wohl jeder individuell beurteilen können. Für Deutschland, Europa und die Welt wird es ein Jahr mit vielen Terroranschlägen, dem Austritts Groß Britaniens aus der Eurpäischen Union oder der US-Präsidentenwahl sein.

Aus Sicht der Grabower Feuerwehr wird es das Jahr sein in dem man erstmalig an den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften teilnahm. Aber das soll nicht das einzig erwähnenswerte von 2016 sein: 


1. Einsätze:

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr rückte 2016 zu 45 Einsätzen aus. Im Drei-Jahres-Vergleich ist die absolute Zahl erneut gesunken. Die Anteile drehten sich im letzten Jahr jedoch, sodass es 27 Brände und 18 Hilfeleistungen zu bewältigen gab.

 

Die Hälfte der Hilfeleistungseinsätze liefen unter dem Stichwort "Tür öffnen". Hierbei benötigt eine Person Hilfe, jedoch dem Rettungsdienst wird der Weg zu dieser versperrt. Die Feuerwehr verschafft dann über verschiedene Wege einen Zugang zur Wohnung. Weiterhin galt es einige Ölspuren und Sturmschäden zu beseitigen. Im letzten Jahr gabe es noch zahlreiche Einsätze bei denen eine Gefahr von Ästen und Bäumen ausging. Bei einem schweren Verkehrsunfall wurde eine Person verhältnismäßig leicht verletzt, bei einer der neun Türöffnungen kam für die Person jede Hilfe zu spät.


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Die 27 Brände beinhalten sieben Auslösungen von Brandmeldeanlagen, wobei bei keinem ein Feuer brannte, sondern die Anlage fehlausgelöst hatte. Private Rauchmelder lösen auch hin und wieder fehl aus, doch in den Fällen bei denen die Grabower Wehr ausrückte, alarmierten diese zurecht. Meist brannte Essen auf dem Herd, was vor Ankunft der Kameraden gelöscht wurde. Große Feuer blieben 2016 aus, wenn es wirklich brannte war dies Unrat, Klein- oder Entstehungsbrände.


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Auch wenn andere Stützpunktwehren deutlich über 200 Mal im Jahr ausrücken, so sind die Einsätze der Grabower Feuerwehr sehr unterschiedlich und individuell. Wenn Sirene und DME einmal ertönten, dann auch häufig weitere Male am Tag, wie z.B. am 1.6.2016 oder 26.8.2016. 

2. Ausbildung:

Auch 2016 haben sich die Kameraden aus- und fortgebildet. An den Schulen von Kreis und Land wurden Truppmann- und Atemschutzlehrgänge sowie Seminare im Brandübungshaus absolviert. Auf Amtsebene wurden Motorsägenführer ausgebildet.

Bei Diensten leisteten die Kameraden im vergangenen Jahr knapp 1700 Stunden. Themen von Ausbildungen waren hierbei Inhalte aus den Feuerwehrdienstvorschriften, Gerätekunde, Übungen usw. Gebündelt wurden diese erneut beim Ausbildungslager im Grabower Waldstadion.


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3. Wettkampf

Aus Wettkämpfersicht war 2016 das wohl ereignisreichste Jahr der jüngeren Vergangenheit. Erneut wurde der Trainingswettbewerb in Asendorf besucht. Bereits zwei Wochen später stand der Amtsfeuerwehrtag in Eldena an. Aufgrund der günstigen Personallage konnte gut trainiert werden, was sich in den Platzierungen niederschlug. Im CTIF wurden die Grabower Erster, im Löschangriff Dritter. In die Gesamtwertung ging schließlich noch der Fragenkomplex ein, wo die Kameraden Zweiter waren. De facto wurde die Feuerwehr Grabow, nach zuletzt 2009, Amtsmeister.


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Aufgrund des guten Ergebnises beim Löschangriff meldeten sich die Wettkämpfer auch zum Techentiner Feuerwehrtreffen an. Einsatzbedingt wurde der Wettkampf jedoch abgebrochen.

Im Sommer stand schließlich das Highlight der Saison, die Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock, an. Im Training wurden die Grabower hier sogar 11., am Wettkampftag kam schließlich Pech und Verletzungen zusammen. Am Ende stand der 42. Rang auf der Urkunde.


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Das Ende der Wettkampfsaison stellte der Kreisfeuerwehrverbandstag in Spornitz dar. Hier starteten die Kameraden sowohl im CTIF als auch im Löschangriff. Bei letzterem wurde die Gruppe 5. und ließ so die Konkurrenz aus dem Amt sowie einige MV-Cup-Teilnehmer hinter sich. Im CTIF lief die Gruppe fehlerfrei und in Bestzeit auf Platz 1.

Mit Ablauf des Jahres ist die Grabower Feuerwehr somit amtierender Amts-, Kreis- und Landesmeister im CTIF.


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 4. Kinder-/Jugendfeuerwehr:

Auch die Nachwuchsabteilung war im abgelaufenem Jahr wieder fleißig.

Die Kinder von 6-10 Jahren der Kinderfeuerwehr werden über das gesamte Jahr hinweg spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Aus der Wertung nahmen sie am Amtskinderfeuerwehrtag in Grabow teil und der Ausflug ging ins Mumpitz nach Wismar.

Noch bevor es draußen richtig angenehm wird steht eine feste Veranstaltung im Plan der Jugendfeuerwehr. Auch in diesem Jahr richtete die Abteilung das Osterfeuer aus.

Auch die Jugendfeuerwehr misst sich mit anderen im Wettstreit. Durch die entsprechend guten Leistungen beim Amts- und Kreisleistungsvergleich qualifizierten sich die Nachwuchsretter für den Landesausscheid in Gützkow. Zwar landete man hier nicht auf den vorderen Plätzen doch Engagement und Sportswillen stimmten.

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Neben den Wettkämpfen führt die Jugendfeuerwehr auch Ausfahrten durch. 2016 besuchte man die Bundeswehr und Bundeswehr-Feuerwehr in Munster und zeltete eine knappe Woche in Pepelow. Im Herbst fand erneut die Ausbildungsnacht, in der die Jugendlichen in die Rolle einer Berufsfeuerwehr schlüpften. So ähnlich war es auch bei der Herbstübung der Amtsjugendfeuerwehr in Kolbow. Nachdem diese im letzten Jahr witterungsbedingt ausfiel gab es in diesem Jahr die Möglichkeit die Übung durchzuführen. Diesmal war der Sanitätszug zur Ausbildungsunterstützung vor Ort und sorgte für Ausbildungsfortschritte.


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5. Personal/Material/Social Media:

Die Personallage bei der Feuerwehr Grabow sieht im Allgemeinen recht gut aus. Wie viele andere Wehren liegt die Schwierigkeit in der Tageseinsatzbereitschaft. Dennoch ist die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr durch Zugände aus der Jugendfeuerwehr angestiegen, allerdings sind auch Kameraden aus der Reserve in die Ehrenabteilung übergetreten.

 

Beim Material hat sich 2016 erneut nicht viel ergeben. Gerne hätten wir an dieser Stelle schon über den Herstellungsstand des neuen HLF 20 berichtet. In dem Feld hat sich allerdings in zwölf Monaten nichts entwickelt. Bedenkt man, dass der Beschaffungszeitraum etwa ein Jahr beträgt und das Fahrzeug vorher detailliert geplant werden muss, ein recht bedauerlicher Zustand. Es bleibt die Hoffnung auf die nahe Zukunft.

Die Anfang des Jahres erhaltene Wärmebildkamera hat sich in zahlreichen Einsätzen bewährt. Positiv zu erwähnen ist auch die weiter vorangetriebene Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung, die den aktuellen Standards entspricht.

Bei den "neuen" Medien ist die Freiwiillige Feuerwehr Grabow weiterhin sehr aktiv. Bei Facebook zählt die Seite aktuell (Stand: 7.1.2017) 888 Gefällt mir-Angaben. Seit kurzer Zeit ist die Feuerwehr auch bei Twitter aktiv.

6. Danksagungen/Ausblick: 

Auch im vergangenen Jahr haben viele Bürger und Unternehmen der Feuerwehr gespendet oder mit kleinen Gesten ihre Zuwendung ausgedrückt. Um niemaden zu vergessen halten wir es so allgemein und richten ein großes Dankeschön aus.

Da das neue Fahrzeug noch auf sich warten ließ hoffen wir für 2017 auf einen Fortschritt in dieser Hinsicht. Da die A14 bereits im Grabower Ausrückebereich liegt ist es an der Zeit für ein Fahrzeug welches für alle Einsatzarten gewappnet ist.

In guter Erwartung sind wir bzgl. der anstehenden Jahreshauptversammlung, bei der drei Jugendfeuerwehrmitglieder in die Einsatzabteilung übernommen werden.