Jahresrückblick 2017

Blickt man auf das Jahr 2017 zurück waren die zwölf Monate durch eine Vielzahl von Wahlen geprägt. Gleichermaßen in Europa, Deutschland und einigen Bundesländern wurden die Bürger zur Abstimmung gebeten. Die nächsten Wahlen bei der Freiw. Feuerwehr Grabow stehen erst 2022 wieder an.

Dennoch war das Jahr nicht minder ereignisreich, wurden doch knapp doppelt so viele Einsätze wie im Vorjahr bewältigt:


1. Einsätze:



Der Aktive Dienst der Freiwilligen Feuerwehr wurde 2017 zu 82 Einsätzen alarmiert. Im Vergleich zu 2016 setzt sich diese Statistik jedoch anders zusammen. Überwogen im Vorjahr noch die Brände sind es diesmal mehr als doppelt so viele Hilfeleistungen wie Brände.

 


Den Größteil der Hilfeleistungseinsätze stellten Sturmschäden dar. 33 Mal sind Bäume, Äste oder bspw. Gerüste umgestürzt oder drohten umzustürzen. Besonders bei den Herbststürmen im Oktober waren zahlreiche Lagen abzuarbeiten.

Auch das Stichwort "Tür öffnen", wobei für den Rettungsdienst ein Weg zum Patienten geschaffen wird, stand 2017 sieben Mal auf den Funkmeldern. Verkehrsunfälle und Ölspuren gehörten ebenfalls zum Einsatzspektrum.

Hinter den 56 Hilfeleistungseinsätzen stehen leider auch zwei Personen, denen nicht mehr geholfen werden konnte. Eine Person ertrank, die andere befand sich leblos in der Wohnung.


Mit 26 Bränden ist die Zahl nahezu unverändert zum Vorjahr. In zehn Fällen sorgte eine automatische Brandmeldeanlage für die Alarmierung. Dabei brannte es nie in vollem Umfang, jedoch waren einige Bränd in der Entstehung. Meistens handelte es sich aber um Fehlauslösungen aufgrund von Stromausfällen oder Handwerksarbeiten.

Die bedeutendste Brandmeldung war die Nachforderung zum Dachstuhlbrand in Groß Laasch. Bei diesem Feuer kamen zwei Menschen ums Leben. Die weiteren Brandeinsätze waren brenndende Sachgüter, wie Fahrzeuge, Container oder Vegetation. Zwei Schornsteinbrände, einer zu Beginn, der andere zum Ende des Jahres wurden ebenso bekämpft.


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Auch in diesem Jahr wurden die Einsätze erneut vielfältiger. Häufig verbirgt sich eine komplett andere Lage als man es zunächst vermutet hätte. Wahrscheinlich wird im Jahr 2018 auch die Bundesautobahn 14 zum Einsatzort werden, ggf. sogar über die Landesgrenzen hinaus. 

2. Ausbildung:

Aus-, Weiter- und Fortbildungen nahmen auch im Jahr 2017 einen hohen Anteil der Zeit der Ehrenamtler in Anspruch. Die Schulen von Kreis und Land baten zahlreiche Grund-, Führungs- und Fachlehrgänge an. Erstmals wurden beide Kreisfeuerwehrschulen (Dargelütz und Hagenow) als Ausbildungsorte besucht.

Circa 1700 Stunden investierten die Kameraden in die wehrinterne Ausbildung während der Dienste. In diesem Jahr fand das Ausbildungslager in Form eines Ausbildungstages statt. Schwerpunkt in diesem Jahr war die Brandbekämpfung in Objekten mit hoher Menschenkonzentration und Brandlast.


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3. Wettkampf

Bei den sportlichen Wettstreiten ließ es die Feuerwehr Grabow im abgelaufenen Jahr, nach dem ereignisreichen Jahr 2016, etwas ruhiger angehen. Der Amtsfeuerwehrtag in Brunow war der einzige Termin des Jahres. Am Ende stand der undankbare vierte Platz in der Gesamtwertung auf der Urkunde. Leider hatte die Platzierung in der Teildisziplin Löschangriff (nass) Besseres verhindert, obwohl man im CTIF erst- und im Fragenkomplex drittplatziert war. Noch ärgerlicher war das die Kameraden in der Sonderwertung die schnellste Zeit des Tages im Löschangriff ablieferten. Dafür gab es den "Jürgen-Klink-Pokal".


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 4. Kinder-/Jugendfeuerwehr:

Die Nachwuchsabteilungen leisteten ebenso wie die Erwachsenen zahlreiche Stunden im Dienste der Feuerwehr.  


Die 6-10 jährigen der Kinderfeuerwehr beschäftigten sich über das Jahr verteilt mit allgemeinen Feuerwehrtätigkeiten. Zu Jahresbeginn trafen die Kinderfeuerwehren erneut zum Sportfest aufeinander. Im Mai folgte dann der Amtskinderfeuerwehrtag in Eldena. Ein weiterer Wettkampf für die jüngsten Mitglieder war der Orientierungsmarsch im Oktober. Im Herbst verlagerten sich die Aktivitäten in die Sporthalle und das Jahr wurde bei der Weihnachtsfeier in Schwerin beendet. 


Die etwas älteren Mitglieder der Jugendfeuerwehr begannen das Jahr neben ihren Diensten an der Wache und in der Turnhalle mit einem Ausflug nach Hamburg. Zur Ostern richteten die Jugendlichen erneut das Osterfeuer auf dem St. Pauli aus. Bereits davor und intensiver danach bereitete sich die Jugendgruppe auf die Ausscheide auf Amts-, Kreis- und Landesebene vor. Letzteren beendete man sehr gut auf dem vierten Rang.

In den Sommerferien machten sich die Betreuer und Jugendfeuerwehrmitglieder auf nach Sommersdorf zum Zeltlager. Mit Ende der Ferien begannen schließlich die Vorbereitungen zur Abnahme der Leistungsspange. Wie auch die Kinder ist die Jugendfeuerwehr im Herbst auch häufig in der Turnhalle und im Gerätehaus zu Diensten zu finden. Das Jahr schloss ab mit der Weihnachtsfeier und einer Unterweisung zur Unfallverhütung.


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5. Personal:

In den Abteilungen der Feuerwehr hat sich in den zwölf Monaten auch etwas getan. Leider schieden gleich zwei Mitglieder der Ehrenabteilung nach langer Krankheit 2017 aus dem Leben.

Viele Mitglieder wechselten ihren Status vom Aktiven zum Fördernden Mitglied, da sie aus beruflichen Gründen nicht mehr räumlich in Grabow verankert sind. Auch ein ehemaliges Mitglied ist nun als Förderer wieder Teil der Wehr.

Auch Austritte mussten die Wehr vertragen, allerdings stehen diesen zwei drei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und einer aus einer anderen Wehr gegenüber. Dennoch steht die Tageseinsatzbereitschaft auch zukünftig im Fokus. Viele Einsatzkräfte sind auswärts tätig und stehen erst in den Abendstunden oder am Wochenende für Alarme zur Verfügung.

6. Fuhrpark/Material:

Zwar gab es 2017 noch kein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Grabow doch sind wir diesem ein Stück näher gekommen. Im September wurde das Fahrzeug soweit ausgeplant, dass Förderung und Ausschreibung begonnen werden konnten.

Im Oktober gab es dann schließlich den Fördermittelbescheid vom Landkreis überreicht durch Landrat Rolf Christiansen und im Oktober den des Landes durch den Innenminister Lorenz Caffier. Somit ist die Finanzierung gedrittelt zwischen Kommune, Kreis und Land.

In Vorbereitung auf das Fahrzeug (Erhalt voraussichtlich Frühjahr 2019) wurden schon Geräte wie Säbelsäge, MultiCut, Trennschleifer und Bohrmaschine beschaft.

Wie im Jahr zuvor wurde die Ausrüstung eines jeden einzelnen Mitglieds weiter verbessert.

6. Danksagungen/Ausblick: 

Viele Menschen meinten es gut mit der Feuerwehr und ihren Abteilungen. Daher danken wir allen Spendern, Förderern und Sponsoren. Besonderer Dank gilt der Firma Werbung Total Schütz für die T-Shirts der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Des Weiteren gilt allen der Dank die immer ein gutes Wort für die Kameraden übrig haben und nicht nur Interesse zeigen, wenn es um die Berichterstattung von Einsätzen geht.

Der Grabower Ausrückebereich beinhaltet inzwischen die A14 in beide Richtungen. Die Erarbeitung von Taktiken und Umsetzung bei Einsätzen auf dieser Strecke wird ein Fokus in 2018 sein.

Weiterhin stehen die wiederkehrenden Höhepunkte, wie die Übernahme von Kameraden, Qualifizierungswettkämpfe und fordernde Übungen und Ausbildungen an.