Landeswettbewerb 2019
Landesmeister CTIF B & Firefighter Combat Challenge   

 

Samstag, der 24.8.2019, war der Austragungstag der gemeinsamen Landeswettbewerbe des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Es wurden erstmals alle Wettbewerbe zentral ausgetragen. So suchten die Jugendfeuerwehr, die Traditionellen Wettbewerbe, Feuerwehrsportler und die Firefighter Combat Challenge den Landesmeister. Zur Eröffnung des Wettkampf waren mehr als 1.000 Teilnehmer in Ludwigslust. 

Die Grabower Wettkampfmannschaft reiste als amtierender Landesmeister an. In der Wertungsgruppe A der Traditionellen Feuerwehrwettbewerbe nach CTIF konnte dieser jedoch nicht verteidigt werden, da in diesem Jahr in der Wertungsgruppe B (mit Altersbonifikation) angetreten wurde.  

 

Aufgrund der Nähe zum Austragungsort begann der Wettkampftag zwar früh, jedoch nicht vor dem Aufstehen. Gegen 8:30 Uhr wurden die Landeswettbewerbe nach kurzen Grußworten eröffnet. Vor allen Teilnehmern lag ein langer Tag mit straffen Zeitplan. 

Aus Grabower Sicht wurde es zeitgleich spannend. Die Brüder Benjamin und Fabian Kleemann nahmen an der erstmals ausgetragenen Firefighter Combat Challenge teil. Hierbei ist unter schwerem Atemschutz ein Feuerwehrlauf zu absolvieren. Zuerst muss mit einem Schlauchpaket (19 kg) auf den Schultern ein Treppenlauf ins dritte Obergeschoss absloviert werden. Oben angekommen muss ein ebensolches Paket an einer Leine hochgezogen werden. Danach geht es wieder abwärts. Dabei darf keine Stufe ausgelassen werden sonst droht Zeitstrafe. Unten angekommen muss mit einem 4 kg-Hammer ein Gewicht von 72,5 kg 1,50 m nach hinten geschlagen werden (KEISER FORCE MACHINE). Es folgt ein Slalomlauf an dessen Ende muss man einen mit Wasser gefüllten Schlauch mit Strahlrohr aufnehmen und ein Ziel mit dessen Wasserstrahl treffen. Bei der letzten Station muss eine Puppe von knapp 80 kg über ca. 30 m im Rettungsgriff gezogen werden. 

Die Traditionellen Feuerwehrwettkämpfer konnten ihre Kameraden hierbei leider nicht anfeuern. Sie mussten in ihrer Disziplin starten. 

Die Traditionellen Feuerwehrwettbewerbe bestehen aus dem Löschangriff (trocken) und dem 400m-Staffellauf. Den ersten Versuch des Löschangriff absolvierten die Grabower in etwa 51 sek. Hinzuaddiert wurden die 10 Strafsekunden für falsches Arbeiten. Für üblich schließt sich direkt des Staffellauf an. Auf der 400m-Bahn starten acht der neun Feuerwehrkameraden. Einige Läufer bestreiten reine Laufstrecken, drei Läufer überwindet einen Balken, eine Hürde und eine Röhre. Aus technischen und organisatorischen Gründen wurde jedoch erst im zweiten Versuch ein Staffellauf durchgeführt. 

Nach dem Mittag ging es zum zweiten Lauf. Diesmal wurde der Löschangriff in 52 sek fehlerfrei absolviert. Es schloss sich der Staffellauf an. Für diesen benötigten die Wettbewerber 64 sek. Leider konnte der Schlussläufer (Röhre) nur noch ins Ziel humpeln. Beim Sprung in die Röhre hatte er sich, wie sich später herausstellte, das Wadenbein gebrochen.


Die Laufzeiten der Teildisziplinen werden addiert und von einer Punktzahl von 500 abgezogen. Die Alterspunkte werden auf diese Zwischensumme addiert. Da man nie so recht das Alter der Konkurrenz kennt, ist es kaum möglich aus den Laufzeiten die Platzierung abzuleiten. So mussten sich die Grabower noch bis zu Siegerehrung gedulden, während der Rest sich mit dem verletzten Kameraden auf den Weg ins Krankenhaus machte.


Bei der Siegerehrung wurden lediglich die drei erstplatzierten genannt. Für unsere Teilnehmer in der Firefighter Combat Challenge reichte es diesmal noch nicht für das Treppchen. In der Wertungsgruppe B des CTIF wurde das Grabower Team zuletzt aufgerufen, was den Landesmeistertitel und Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften bedeutete. 


Die Feuerwehr Balow wurde Vizemeister und die, in der Wertungsgruppe A startende, Zierzower Feuerwehr wurde Dritter. Somit schickt das Amt Grabow wohlmöglich drei Teams als Vertreter Mecklenburg-Vorpommerns in den Kyffhäuserkreis im nächsten Jahr.

 

Am Abend war am Gerätehaus ein Familienabend geplant. Hierbei wurde der verletzte Kamerad - inzwischen mit Gipsbein - gebürtig empfangen und die verbliebenen Wettkämpfer erhielten ihre Medaillen...

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