Jahreshauptversammlung 2019


Am Freitag, den 15. Februar 2019, führte die Freiwillige Feuerwehr Grabow ihre satzungs-mäßige Jahreshauptversammlung durch. Wehrführer Ulf Bennöhr konnte den Landrat Stefan Sternberg, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Kann, in Vertretung für die Bürgermeisterin, den Stadtvertretervorsteher Dirk Dobbertin, Vorsitzende der Fraktionen der Stadtvertretung, alle Abteilungen der Feuerwehr, Förderer, Partner und Delegationen als Gäste begrüßen.


Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit setzte der Ortswehrführer mit seinem Jahresbericht fort. Im Jahr 2018 wurden die Grabower Kameraden zu 64 Einsätzen gerufen. Diese unterteilten sich in 35 Brände und 29 technische Hilfeleistungen. Zum ersten Feuer rückten die Kameraden aus, als das Jahr erst eine Stunde alt war. Hier galt es nur Feuerwerksreste abzulöschen. Ernster war die Lage Ende Januar, als man zur Verstärkung der Kameraden nach Ludwigslust ausrückte. Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus kam eine Person ums Leben. Die Kräfte aus Grabow waren hier für die Bergung zuständig. Bereits eine Woche später kam es zum nächsten tragischen Einsatz. Bei einem Verkehrsunfall am Grabower Ortsausgang Richtung Lenzen verstarb der Fahrer noch im Fahrzeug. Ende Februar  wurden ein Schuppen und ein Entstehungsfeuer in Prislich gelöscht. Im April musste die Feuerwehr mehrfach zu Sicherungsmaßnahmen an der Alten Mühle ausrücken. Des Weiteren brannte eine Gartenlaube und vergessenes Essen auf dem Herd ließ Rauchmelder piepen. Im Mai brannte eine Küche in der Kirchenstraße. Da am Tage nur wenige Kameraden verfügbar waren, kamen neben den Wanzlitzer Kameraden die Feuerwehren aus Ludwigslust, Zierzow, Groß Laasch und Werle zur Unterstützung. Schnelles Handeln hat einen Großeinsatz hierbei verhindert. Der Sommermonat Juni bescherte 14 Einsätze, darunter die Explosion eines Lagers in Zierzow, bei der eine Person ums Leben kam. Auch hier übernahmen die Grabower die Bergung. Zudem gab es neben Flächenbränden, Verkehrsunfälle abzuarbeiten. Einer davon auf der A14, der bis dato erste für die Feuerwehr Grabow, welcher ohne schwere Verletzungen ausging. Anders war dies beim Unfall auf der B191 mit mehreren PKW und einem LKW. Ein Verletzter wurde durch die Einsatzkräfte mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug gerettet und kam mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus. Im weiteren Verlauf des Sommers brannten Wälder und Flächen. Hierunter fallen auch die Großeinsätze mit Munitionsbelastung in Groß Laasch und Lübtheen.

Doch die Feuerwehr rückt nicht nur für Menschen aus. So wurde 2018 zwei Katzen aus misslicher Lage gerettet und eine Schlange gesucht. Im Rahmen von Türöffnungen für zwei weitere Personen jede Hilfe zu spät. Somit konnten die Kameraden also fünf Personen nicht mehr das Leben retten. 


Um in solchen Lagen bestehen zu können, bedarf es einer guten Ausbildung. So besuchten im vergangenen Jahr Mitglieder der Wehr Lehrgänge für Truppmänner und -führer, Atemschutz, Jugendarbeit, Gerätewartung, Seelsorge, Erste Hilfe und Fahrsicherheit. Auch bei den Ausbildungsvorhaben in der Gemeinde, beim Städtedreieck und für Führungskräfte wurde sich weitergebildet.


Das Wettkampfjahr begann für die Grabower wiederum im April beim Trainingswettbewerb in Asendorf. Anfang Mai startete die Wettkampfgruppe erstmalig in der Wertung für lebensältere Sportler. Mit Platz 2 qualifizierte man sich zum Kreisleistungsvergleich in Sternberg, wo ebenfalls der zweite Platz für die Qualifikation zum Landesausscheid in diesem Jahr führte.


Zum Ende seines Berichtes bedankte sich Ulf Bennöhr bei den Kameraden der Historischen Technik. Sie halten alte wie neuere Löschtechnik instand und bauten eine Wand für die Wettkampfmannschaft. Weiterhin dankte er der Stadt und Stadtvertretung für die inzwischen angestoßene Beschaffung des HLF 20. Gleichermaßen erging ein Appell an die Verwaltung, dass weiterhin, außer den Gastfeuerwehrleuten, kein Beschäftigungsverhältnis in der Stadt besteht. 


Nächster Redner war Martin Hofmann - der kommissarischen Jugendwart. Er begann zunächst mit Ausführungen zur Kinderfeuerwehr. Diese waren zu Jahresbeginn sportlich in der Turnhalle aktiv und bereiten sich auf den Amtsfeuerwehrtag vor. Im Sommer widmeten sich die Betreuer dem Vorstellen und Erklären der Technik und allgemeiner Brandschutzerziehung, bis es in der dunklen Jahreszeit wieder in die Turnhalle ging. Das Jahr schloss die Kinderfeuerwehr mit einem Besuch der Berufsfeuerwehr Schwerin und dem Tobeland ab.

Die Jugendfeuerwehr widmete sich am Jahresanfang der Unfallverhütung. In den Winterferien besuchte man die Bundeshauptstadt mit Badeausflügen und Wachsfigurenkabinett. Beim Amtsfeuerwehrtag wurden die Grabower Zweiter und qualifizierten sich zum Kreisausscheid, bei dem man Platz 10 bei über 30 Konkurrenten belegte. Pepelow war im Jahr 2018 der Ort des Zeltlagers. Im Herbst bereiteten sich die Jugendlichen nach Ausbildungen zur Ersten Hilfe auf die Verteidigung der Ehrenschleife vor, was ausgezeichnet gelang. 


Der Ortswehrführer ist nicht der einzigen Berichterstatter bei der Jahreshauptversammlung. Es folgten die Worte vom Geräte- und Kassenwart sowie vom Sicherheitsbeauftragten und Kassenprüfers. Da Diskussionen zu den Berichten ausblieben konnte die Mitgliederversammlung über die gestellten Anträge abstimmen, bevor es an die Wahlen ging.

Gewählt werden musste eine neuer Jugendwart und Kassenprüfer. Der kommissarische Jugendwart Martin Hofmann wurde einstimmig gewählt, ebenso wie Harry Baguhn zum Kassenprüfer.


Der Moments des Übertritts in die Einsatzabteilung war schließlich für Ron Krüger und Enrico Erfert gekommen. Beide verstärken ab sofort die Einsatzbereitschaft der Wehr. 

 


Im nächsten Tagesordnungspunkt wurden Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Florian Weber konnte direkt beides entgegennehmen. Mit der Ehrung für 20 Jahre Feuerwehr wurde er außerdem zum Löschmeister befördert. 

 


Präsentkorb und Blumen erhielten der Leiter der Kinderfeuerwehr Martin Passow, Gerätewart Marcel Schulz und Kassenwartin Rosel Ponz für ihre geleisteten Dienste im vergangenen Jahr. 


Seine Grußworte richtete Ordungsamtsleiter Wolfgang Kann im Anschluss an die versammelten Mitglieder. Er ehrte zunächst die Ausgezeichneten und Beförderten, musste aber rasch feststellen, dass das Rednerpult, welches im letzten Jahr durch die Verwaltung versprochen wurde noch auf sich warten lässt, was für gewisses Rauschen und Knacken sorgte. Im abgelaufen Jahr wurden fast 100 Tsd. € für die Feuerwehr aufgewendet. Er wagte auch einen Blick in die Zukunft. So folgt im März die Veröffentlichung des Feuerwehrbedarfsplans und im September die Beladung des HLF 20 im Werk. Kann schloss seine Rede mit Grüßen an die Familien der Kameraden.


Das Schlusswort oblag dem Wehrführer. Er ging noch einmal auf die Aufgaben ein, die auf die Feuerwehr Grabow zukommen. So bedarf es Personal für Amtszüge, erweiterten Löschzug und Führungsgruppe des Amtes. Hierbei sind bereits Kräfte aus Grabow aktiv. Nach Ende der Versammlung wartete auf alle Gäste und Mitglieder das kalte Buffet.

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