Deutsche Meisterschaften 2016
Erfahrungen der ersten Teilnahme auf nationaler Ebene  

 

Aufgrund der Qualifikation beim Landesausscheid 2015 in Altentreptow, vertrat die Feuerwehr Grabow das Land Mecklenburg-Vorpommern in der Wertungsklasse CTIF Männer A bei den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock. Bereits im Winter wurde mit der Vorbereitung auf das bis dato größte Ereignis aus Wettkämpfersicht begonnen. Neben dem Amtsfeuerwehrtag nahm man zum besseren Vergleich noch beim Trainingswettbewerb in Asendorf teil. Hier traf man bereits auf einige Mitstreiter, welche ebenfalls im Sommer in Rostock antreten sollten. Viel Zeit und Mühe wurde investiert, sogar ein Trainingstag pro Woche mit einem Sportlehrer eingeschoben, um z.B. die Staffelübergaben zu üben. 

 

Am Donnerstag, den 28.7.2016, ging es dann schließlich los. Mit beiden Transportern der Wehr und einem voll beladenen Anhänger machte man sich auf den Weg zur Ostsee. Der glückliche Umstand, die Meisterschaften im eigenen Bundesland zu haben ermöglichte eine Anreise erst zum Trainingstag.

Angekommen in der Hansestadt musste man sich zunächst im Stadthafen registrieren. Als dies abgeschlossen war konnte die Unterkunft bezogen werden. In diesem Fall war es eine Gesamtschule in der Südstadt, zentral zwischen Leichtathletikstadion und Stadthafen gelegen. Das Stadion wurde im Anschluss auch angefahren, denn um 13:40 Uhr musste sich das Team beim Berechnungsausschuss für den Trainingslauf anmelden. Nach dem Einmarsch in den Innenbereich hatten die Trupps fünf Minuten Zeit ihre Materialien für den Lauf bereitzulegen. Pünktlich um 14 Uhr startete dann der Löschangriff. Dieser war nach 42,2 Sekunden bereits wieder beendet. Eine Zeit, die auch im Training häufig erreicht wurde. Es blieb abzuwarten, ob keine Strafsekunden hinzukommen. Nach der Auswertung durch den Hauptbewerter musste die Wettkampfgruppe jedoch 10 Schlechtpunkte in Kauf nehmen.

Direkt im Anschluss verlegten die Kameraden auf die Tartanbahn und gingen auf ihre Positionen für den Hindernis-Staffellauf. Mit 61,4 Sekunden verpasste man das Ziel unter eine Minute zu gelangen leicht. Viel wichtiger war jedoch, dass sich keiner verletzt hatte. Der Staffellauf wurde fehlerfrei absolviert, was in der Trainingsrangliste Platz 11 mit 386,5 Punkten bedeutete (siehe Ergebnisse Training).


Um 17:40 Uhr begann der Einmarsch zur Eröffnung. Bis dahin wurde sich noch ein wenig die Zeit vertrieben. Gegen 18 Uhr trafen schließlich die drei Marschblöcke mit insgesamt 2.100 Wettbewerbern auf der Haedgehalbinsel im Stadthafen ein. Startpunkt für die Mecklenburger war der Neue Markt am Rostocker Rathaus. Zur Eröffnung richteten u.a. Rostocks Oberbürger-meister Roland Methling, Innenminister Lorenz Caffier, LFV-Vorsitzender Hannes Möller und DFV-Präsident Hartmut Ziebs ihre Grußworte an die Feuerwehrleute. Mit dem Sprechen der Eidesformel, Hissen der Wettbewerbsfahne und der Nationalhymne galten die Wettkämpfe als eröffnet.


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Die erste Entscheidung stand bereits am Donnerstagabend an - die Finalläufe im Hakenleitersteigen von Frauen und Männern. Dies ließen sich die Kameraden natürlich nicht entgehen. Nach dem Wettkampf wurden direkt die Sieger geehrt und Ostseewelle startete ihr Bühnenprogramm mit Live-Band und DJ.

 

Da am Freitag keine Entscheidungen für die Grabower anstanden schliefen die Feuerwehrsportler recht lange, um dann für das Frühstück ins Stadion zu fahren. Im Anschluss sahen sich die Kameraden die anderen Disziplinen an. Diese waren bspw. der 100 m Hindernislauf, die 4 x 100 m Feuerwehrstafette, der Kuppelwettbewerb oder der Löschangriff (nass). 

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Es sollte aber auch nicht an einem gewissem Kulturprogramm fehlen und so ging es gegen Mittag nach Warnemünde. Fischbrötchen, Hafenrundfahrt und in der Ostsee baden standen auf der Tagesordnung. Als das Wetter nicht mehr besonders einladend war, ging es zurück ins Stadion, bis dort schließlich alle Wettbewerbe beendet waren. Zum Abendessen gönnten sich die Grabower Wettkämpfer italienische Küche.


Der Samstag war der Tag der Entscheidung im CTIF. Der Ablauf war identisch zum Donnerstag, lediglich die Startzeit war in diesem Fall 10 Uhr. Im Löschangriff konnte sich die Feuerwehr Grabow zeitlich zu Donnerstag sogar noch verbessern. Die Uhr stoppte bei 41,17 Sekunden. Nun wurde es wieder spannend als der Grabower Gruppenführer zusammen mit dem Hauptbewerter die einzelnen Bewerter nach Fehlern abfragte. Leider gab es sowohl für das Kuppeln der Saug- als auch der Druckschläuche Fehlerpunkte. Mit 30 Schlechtpunkten rückte das Top 20-Ergebniss in weite Ferne, dennoch wollte die Gruppe auf den 400 m nochmal alles geben. Vielleicht sorgte gerade das für einen Wechselfehler und sogar einen Sturz. Die Zeit von 63,31 Sekunden war unter den Umständen sehr anständig. Da die addierten Laufzeiten und Schlechtpunkte von 500 abgezogen werden schloss man die Disziplin CTIF mit 360,52 Punkten auf Rang 42 ab (siehe Ergebnisse Wettbewerb).


Am Nachmittag fanden die Finalläufe im Feuerwehrsport statt, denen man ebenso beiwohnte. Um 18 Uhr startete die Siegerehrung. Es dauerte seine Zeit bis alle Besten gekürt waren
(siehe alle Ergebnisse). Die Wettkämpfer, Betreuer und Unterstützer verbrachten noch ein paar Stunden beim Kameradschaftsabend auf dem Kastanienplatz, bis es gegen 22 Uhr in die Heimat zurück ging und das Kapitel Deutsche Meisterschaften mindestens für vier Jahre wieder geschlossen wurde.


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Wir danken allen Organisatoren, Unterstützern und Angehörigen für die aufgewandte Zeit und Mühe während und vor allem in Vorbereitung auf die Meisterschaften.